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Methoden



Clearing

Das Jugendamt hat durch Dritte (beisp. Schule) Kenntnis von einem Hilfebedarf, Art und Umfang des Hilfebedarfs sind jedoch zunächst noch unklar

Dauer: ca. 3 Monate

Umfang: Wo/Std-Einsatz nach Hilfeplan

Die Flexible Erziehungshilfe kann zunächst zur vorausgehenden Klärung (Clearing) in Familien eingesetzt werden, bei denen die Problemzusammenhänge/ -potentiale anfänglich unklar sind, um eine geeignete Hilfeform zu eruieren. Im Anschluß an dieses Clearing kann dann entweder die Flexible Erziehungshilfe oder die entsprechende geeignetere Hilfeform auf Grundlage des erfolgten Clearings weitergeführt werden.

Mediation

Die innerfamiliäre Kommunikation ist gestört, Konflikte eskalieren zwischen Eltern und einem älteren Kind ständig. Eventuell steht die Frage einer Fremdunterbringung im Raum.

Umfang und Dauer:

Nach Hilfeplan, Aktualisierung spätestens alle 6 Monate

Mediation ist ein Verfahren, bei dem eine neutrale dritte Person die Beteiligten darin unterstützt, die zwischen ihnen bestehenden Konflikte durch Verhandlungen einvernehmlich zu lösen. Mediation ist ein zielgerichteter, problemlösender Prozeß, in dem die Konfliktparteien eine Vereinbarung aushandeln sollen, die die Probleme in einer für alle annehmbaren Weise löst. Jedes Familienmitglied ist Teil des Systems und es soll gemeinsam eine Strategie entwickelt werden, die Selbstheilungskräfte des gestörten Familiensystems zu mobilisieren.

Das Verfahren weißt folgende Merkmale auf:

* Anwesenheit eines neutralen Dritten
* Selbstbestimmte Konfliktlösung
* Einbeziehung aller Konfliktparteien
* Wiederherstellung der Kooperation als das vorrangige Ziel

Der Helfer unterstützt die Familie darin, menschliche Probleme von sachlichen Probleme zu unterschieden; Interessen und Positionen werden geklärt, da unterschiedliche Positionen gleiche Interessen verschleiern können. Die Parteien können dann unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten entwickeln, die zu einer gemeinsamen Lösungsstrategie führen. Ein weiterer wichtiger Faktor in diesem Verhandlungsmodell ist der Umgang mit Gefühlen. Unausgesprochene Gefühle, wie Wut oder Angst, können ein einvernehmliches Ergebnis verhindern. Nur wenn Gefühle auch im Rahmen von Verhandlung Platz haben und ausgesprochen werden können, ohne Verletzungen zur Folge zu haben, können sie einen Nutzen für die Verhandlung bringen.



Einzelbetreuung

Ergebnis der Hilfeplanung ist, daß ein junger Mensch aufgrund seiner Problematik und Auffälligkeiten einen Bedarf an Einzelbetreuung aufweist.

Umfang und Dauer:

Nach Hilfeplan, Aktualisierung spätestens alle 6 Monate

Auch scheinbar äußerst schwierige Kinder und Jugendliche sind zu einer tatsächlichen Änderung ihres bisherigen Verhaltens bereit, wenn sie in einer konkreten, als persönlich verläßlich erlebten Beziehung zu ihrem Betreuer Akzeptanz erfahren und eine Perspektive entwickeln. Voraussetzung hierfür kann sein, einmal beschrittene Pfade zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen. Möglich wird dies, wenn der Jugendliche in einem ganzheitlichen Rahmen betreut wird. Gemeinsam mit dem zu Betreuenden werden konkrete Handlungsschritte geplant, die dieser bereit ist, umzusetzen. Der Jugendliche sollte lernen, selbstbestimmt und sozial akzeptiert sein Leben zu gestalten.

Entscheidend bei dieser Hilfeform sind die Fragen:

* Welche Fähigkeiten hat das Kind oder der Jugendliche
* Welche Bedingungen verhindern deren Aktualisierung
* Welche Fähigkeiten hat der Betreuer und wie kann das Feld aussehen, in dem sich beide begegnen

Im Vordergrund dieser Ausgestaltung der flexiblen Erziehungshilfe steht das stützende Beziehungsangebot des Betreuers, der milieubezogene, resourcenorientierte Ansatz und das auf die aktuelle Lebenssituation abgestimmte Betreuungssetting.


Gruppenaktivitäten

Regelmäßige Gruppentreffen mit sinnvoller Freizeitgestaltung